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Architektur von Tablao Flamenco Cordobes Barcelona

Die Dekoration des Tablao Flamenco Cordobes Barcelona, inspiriert von den Formen und der Architektur der Nasriden im Andalusien des 15. Jahrhunderts, wurde in kunsthandwerklicher Weise von den offiziellen Restauratoren der Alhambra von Granada, Napoleon Morillas und Antonio Zubeldia, ausgeführt. Durch diese detailgetreue Dekoration wollen wir das arabisch-andalusische kulturelle Erbe anerkennen, welches den Flamenco in seinen Anfängen stark beeinflusst hat.

Ursprung der Nasridenkunst


Die Kunst der Nasriden, oder granadische Kunst, ist die letzte Ausprägungsform der spanisch-muslimischen Kunst. Ihre Blütezeit dauerte vom 13. bis zum 15. Jahrhundert und legte den Grundstein für die spätere Kunst der Mudéjar, also der nach der Rechristianisierung in Spanien verbliebenen Muslime. Ihr Einflussbereich umfasste die Barbareskenstaaten, das Königreich Granada und weitere Teile der iberischen Halbinsel.

Der Ursprung der Nasridenkunst liegt im Niedergang des Almohadenreich und der damit verbundenen Entstehung zahlreicher kleiner Königreich in al-Ándalus im 13. bis 15 Jahrhundert. So entstand 1237 das Nasriden-Königreich, dessen Hauptstadt mehr als 200 Jahre lang Granada war. Die sogenannte Reconquista (Wiedereroberung) durch die Christen erhöhte den Druck auf den König und zwang ihn, immer größere Gebiete abzutreten, bis schließlich 1492 Granada, und somit die letzte Bastion des Islam in Spanien, kapitulierte und die Nasridenkunst in al-Ándalus starb.

In der Alhambra von Granada spiegeln sich die Grundsätze dieses Bau- und Kunststils auf eindeutige Weise wieder. Ihr Name bedeutet soviel wie rotes Schloss und leitet sich vom arabischen "Qalat al-Ambra" ab. Dieses faszinierende Gebäude vereint islamische Palastbaukunst mit Militärarchitektur, die in seinen burgartigen Elementen zum Vorschein kommt. Der Bau wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt und ist ein Paradebeispiel für islamische Architektur.

Die Alhambra und weitere Bauwerke Granadas verdeutlichen anhand ihrer Formen, Farben und ihres Stils, dass diese Baukunst eine Evolutionsstufe der hispano-muslimischen Kunst ist. Komplexe Verzierungen wie Stuckarbeiten, gekachelte Sockel und Malereien sind charakteristisch für diesen Baustil und dienten dazu, von den minderwertigen Baumaterialien abzulenken. Ein weiteres verbreitetes Merkmal sind Säulen mit zylindrischem Schaft und zweikörperigem Kapitell, ähnlich der Dekoration des Tablao, wobei eine Seite zylindrisch und mit einem Band verziert ist und die andere eckig und mit Arabesken dekoriert ist. Holzdecken wechseln sich mit Stuck-Muqarnas ab und festonierte, überhöhte Spitzbögen ziehen sich durch den gesamten Komplex.

Verbindung zum Flamenco


Die Mehrheit der Experten stimmt darin überein, dass eine Verbindung zwischen der arabischen Musik und dem Flamenco existiert, auch wenn es nicht möglich ist, genaue Aussagen zu treffen, da das Wissen in der damaligen Zeit nur mündlich weitergegeben wurde. Die gängigste Erklärung lautet, dass der Flamenco Anfang des 20. Jahrhunderts in Andalusien aus der traditionellen und populären andalusischen Musik hervorging, die starke arabische Einflüsse aufwies.

Laut dem Flamenco-Forscher Hipólito Rossy bestehen zahlreiche Ähnlichkeiten zwischen dem Flamenco und der arabischen Musik: “...der ständige und übermäßige Einsatz von musikalischen Verzierungen, Trillern, Melismen, Portamentos (…) der Einsatz von aufsteigenden Appoggiaturen zu Beginn des Gesangs, bestimmte Wendungen und Phrasen innerhalb desselben Stücks (…), die Zambra Mora im Flamenco und ihr Einfluss auf einige murcianische und andalusische Gesänge wie den Tango Flamenco, Taranto oder die Rondeña binaria...”

Diese Musik- und Kunstform entwickelte sich in den Flamenco-Tablaos, der historischen Bühne für diese Kunst, die zahlreiche Ausdrucksformen der spanischen Kunst und Kultur des 19. und 20. Jahrhunderts beeinflusst hat.



Das Restaurant des Tablao


Aus Anlass seines 30. Geburtstag ließ Tablao Flamenco Cordobes sein Restaurant umbauen und neu dekorieren. Dabei wurde der Stil völlig neu definiert und es wurden in großem Umfang Elemente der granadischen Schule integriert. Den Stukkateuren und Künstlern gelang es, das Lokal in ein faszinierendes Schmuckkästchen der andalusischen Kunst zu verwandeln.

Mit dem Ziel, die architektonischen Wunder Andalusiens nach Barcelona zu bringen, griff Tablao Flamenco Cordobés den unverwechselbaren Stil der Alhambra auf, um den Einfluss der arabischen Musik auf die Entstehung des Flamenco zu verdeutlichen.



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